Fliegende Elefanten im Technorama-Park

1. Juli 2019 | Sarah Kohler

Sie haben grosse Ohren, relativ kurze Rüssel und fliegen durch den Park. Nein, das ist kein ausgefallenes neues Exponat aus unserer Werkstatt. Die Elefanten sind die Früchte einer unserer neuen Bäume im Technorama-Park.

Zugegeben, erst bei genauem Hinsehen erkennt man es: Die Frucht der Flügelnuss ähnelt einem Elefantenkopf. Der Rüssel ist für einen Elefanten vielleicht ein bisschen zu kurz geraten, doch die großen Ohren des Dickhäuters sind deutlich erkennbar. Selbst im Winter sind die Elefanten in den Bäumen noch zu finden: Die geflügelten, einsamigen Nussfrüchte sitzen an einer 20–45 cm langen Spindel, wie Perlen an einer Kette aufgeschnürt. Jede Nuss wird becherförmig von zwei halbkreisförmigen Flügeln umhüllt. Deshalb der Name Flügelnuss und deshalb auch die Ähnlichkeit mit dem Elefantenkopf.

 

Stolpergefahr im Technorama-Dschungel?
Die Flügelnuss ist mit ihren Elefantenköpfen und bis zu 60 cm langen, gefiederten Blättern ein auffälliges Gewächs, das uns hierzulande oft entlang von Flussläufen oder Kanälen Schatten spendet. Eigentlich ist sie jedoch in der Schweiz genauso wenig heimisch wie der Elefant. Die Heimat der Flügelnuss sind die Bergwälder des Kaukasus und des nördlichen Iran. Seit rund 160 Jahren wird die Flügelnuss jedoch ausserhalb ihres Verbreitungsgebietes in Parkanlagen und großen Gärten angepflanzt. Denn der Laubbaum aus der Familie der Walnussgewächse sieht im Herbstgold besonders hübsch aus.

Nicht nur die Früchte der Flügelnuss haben Ähnlichkeit mit dem Elefanten. Auch die «Füsse» können gewaltig sein: Aus den weitreichenden Wurzeln wachsen häufig Schosse empor, die urwaldähnliche Dickichte bilden können. Könnte es etwa sein, dass im neuen Technorama-Park Stolpergefahren lauern? Darum werden wir uns schon kümmern, damit wir nicht in ein paar Jahren durch einen Urwald zur Wunderbrücke wandern müssen.

>> Spenden Sie dem Technorama-Park einen Baum voller fliegenden Elefanten!

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