Park Update: Pavillon aus der Feder eines Studenten

12. März 2019 | Sarah Kohler

Nach dem Abbau des «Spielhüsli» soll im Technorama-Park ein Pavillon entstehen. 14 Studierende haben deshalb im Rahmen des Masterstudiengangs «Constructive Project» der ZHAW verschiedenste Bauten entworfen. Mit einem davon, Tobias van den Dries, will das Technorama die Umsetzung des Neubaus nun realisieren.

Trotz unterschiedlicher Bewertungskriterien von Hochschule und Bauherr gelang es der Jury, bestehend aus Angehörigen der ZHAW und des Technorama, die besten Arbeiten der Studierenden zu küren:

  • Sidonia Wiesmann erhielt den Sonderpreis für ihr an gebogenen Stützen filigran aufgehängtes Faltendach,
  • Selina Putzi den dritten Preis für ihren sternförmigen Pavillon mit gefaltetem Spitzdach,
  • Steffano Crameri den zweiten Platz für ein an zwei grossen Masten abgehängtes Membrandach, das auf raffinierte Weise aufgespannt wird,
  • Tobias van den Dries den ersten Platz für seine Variation eines Systembaudachs, das auf verspiegelten Stützen zu schweben scheint und dessen Glasdach verschiedenfarbige Muster auf den Boden wirft.

Das Technorama freut sich, den Entwurf mit Tobias van den Dries weiter zu entwickeln und zu realisieren.

 

Eine neue Art der Kooperation

Das Technorama führt seit jeher zahlreiche Kooperationen mit Pädagogischen Hochschulen, der Uni Zürich, der ETH und der ZHAW. Aussergewöhnlich an diesem Projekt ist die Beteiligung des Technorama nicht nur als Forschungspartner, sondern auch als Bauherr. So flossen bei der Beurteilung der Arbeiten neben den fachlichen Kriterien der Dozenten auch die betrieblichen und didaktischen Anforderungen des Technorama mit ein. Der Pavillon soll nämlich neben einem Regenschutz auch Raum für aussergewöhnliche Anlässe und Workshops im Park bieten.

Das Technorama präsentierte den Studierenden zu Beginn ein schriftliches Briefing, organisierte eine Begehung vor Ort und gab anlässlich einer Zwischenkritik Rückmeldungen zu den ersten Entwürfen. Ebenfalls ein Novum in der Ausbildung war die Einbindung lokaler Unternehmen, die auf einer Art Mini-Messe den Studierenden Rede und Antwort standen. So liessen sich die konstruktiven Ideen durch Experten auf Umsetzungstauglichkeit, Optimierungsmöglichkeiten und Kosten prüfen. Dass viele dieser Winterthurer Unternehmen kurz zuvor vom Technorama mit dem Bau des neuen Parks beauftragt wurden und daher mit den Rahmenbedingungen vertraut waren, erhöhte die Relevanz dieses Feedbacks umso mehr.

Dieses Vorgehen machte sich bezahlt: Die gesamte Jury war beeindruckt von der Vielfalt der Neuinterpretationen des Themas «Pavillon». Die Studierenden lieferten dabei nicht nur die für Vorprojektstudien üblichen Pläne, Zeichnungen und Übersichtsmodelle, sondern fertigten detaillierte farbige Modelle der Pavillons, konstruktive Details mit Originalmaterialien im Massstab 1:1, aufwendige Visualisierungen, Fotografien, Materialtests und so weiter.

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