Frostige Temperaturen und Licht-Phänomene

5. Januar 2026

Im Winter lassen sich in den Bergen beeindruckende Lichtphänomene beobachten.

Am 30. Dezember 2025 lag bis auf 1’800 m Höhe eine dicke Nebeldecke über der Schweiz. Auf 2220 m Höhe bei der Pizolhütte oberhalb von Bad Ragaz war strahlend blauer Himmel. Ab und zu trieb der Wind den Nebel über den Grad zwischen Laufböden und Pizolhütte. Da wurden ganz feine Eiskristalle durch die Luft geweht und haben vor der Sonne eine Halo gebildet. Normalerweise formen sich diese kleinen Eiskristalle oberhalb von 5 Kilometern Höhe oder in der Antarktis. Man kann auf dem Foto oben gut sehen, warum man diese Kristalle auch „Diamantenstaub“ nennt.

Beim Beobachten der Nebeldecke in einem Tal entstehen immer wieder wellenförmige Muster und wenn man die Nebelschwaden im Zeitrafferfilm betrachtet, wirken sie wie Wasser, das an eine Küste schwappt.

 

Bei der Abfahrt mit Sessellift oder Gondelbahn kann man seinen eigenen Schatten auf der Nebeldecke sehen und die ihn umgebende Glorie, wie ein Heiligenschein, ein Phänomen, das durch Rückstreuung, Beugung und Interferenz des Lichtes an und in kleinen Wassertröpfchen entsteht.

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