Park Update: Natürliches Aspirin

6. September 2019 | Sarah Kohler

Was hat der Technorama-Park mit Aspirin zu tun? Gute Frage. Die Antwort lautet: Weiden!

Wer kennt es nicht, das Schmerzmittel Aspirin. Es besteht aus künstlich hergestellter Acetylsalicylsäure und hilft gegen Kopfschmerzen und Fieber. Die natürliche Version dieser Säure ist die Salicylsäure. Und genau die wird man zukünftig auch im Technorama-Park finden können: in Weidenrinden.

Die Rinden des Weidebaums kann zu einem fiebersenkenden und schmerzstillenden Mittel verarbeitet werden und hilft bei Kopfschmerzen oder auch als Sportsalbe. Die Wirkung dieser Säure ist schon seit Jahrhunderten bekannt: Weiden und auch andere Salicin-haltige Pflanzen gehören zu den ältesten Heilpflanzen, die schon im alten China und in Griechenland in Gebrauch waren.

Nicht nur gut für den Körper – auch gut für den Parkboden

Doch nicht nur für die Alternativmedizin sind Weiden bedeutend. Auch für Ingenieurbiologen ist dieser Baum interessant: Wegen ihrer guten Bewurzelungseigenschaft und den geringen Ansprüchen an den Boden werden Weiden häufig zur Befestigung des Bodens verwendet – zum Beispiel an Hängen mit Rutschgefahr. Denn Weiden bilden kräftige und stark verzweigte Wurzeln und festigen so das Erdreich. Das ist wohl auch eher der Grund, warum sie im Technorama-Park Platz finden.

Übrigens: Das Wort «Weide» kommt aus dem Althochdeutschen wîda und bedeutet «die Biegsame». Das verwundert eigentlich kaum, biegen und flechten die Menschen Weidenzweige doch schon seit jeher zu Körben oder Sesseln.

Auch unter die Weiden im neuen Technorama-Park werden sich unsere Besucherinnen und Besucher bald setzen und Energie auftanken können. Sie auch?

>> Spenden Sie dem Park einen der 47 Weiden!

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