Park Update: Saurer Feldahorn-Salat statt süsser Zuckerahorn-Sirup!

9. August 2019 | Sarah Kohler

Würde das Technorama in Kanada stehen, pflanzten wir in unserem Park Zuckerahorne. Dessen Blatt ziert nämlich die kanadische Flagge und von ihm bekommen wir auch den leckeren Ahornsirup. Doch in Europa ist nur der kleine Bruder des Zuckerahorns heimisch: Der Feldahorn.

Feldahorne wachsen weniger als grosse Bäume, sondern eher strauchartig und erreichen in der Höhe nur etwa zehn bis 15 Meter. Er ist somit der kleinste seiner Art. Seine Blätter werden im Herbst auch nicht richtig rot, sondern bleiben goldgelb. Ausserdem sind sie an den Enden abgerundet und deshalb von den Blättern der anderen Ahornarten gut zu unterscheiden.

Schon mal an einem Ahorn gekaut?

Der Feldahorn wird auch «Massholder» genannt und war früher ein Speisebaum für Mensch und Tier. Auch noch während den Weltkriegen sammelten die Menschen junge, Milchsaft führende Blätter, liessen sie in Bottichen vergären und stampften sie ein wie Sauerkraut. Für die Zubereitung von Salat wurden frisch ausgetriebene Blätter gesammelt, fein gehackt und mit den jungen Ahorn-Blüten vermischt. Dieser Feldahornsalat schmeckt zu Beginn etwas sauer, im Verlauf des Kauens aber immer süsser.

>> Spenden Sie einen Feldahorn und versuchen Sie bald den leckeren Salat selbst!

 

Unser Rezept-Tipp:

– etwa 24 frische, junge Ahornblätter (ausgeschüttelt, nicht gewaschen)
– eine Handvoll der sich gleichzeitig entwickelnden jungen Blüten (die schmecken auf Grund ihres hohen Nektaranteils süss)
– Himbeer-Essig und Olivenöl (die zarten Blätter brauchen aber nicht viel Sauce)
– Croûtons (z.B. aus altem Brot, in Würfel geschnitten und in wenig Öl angebraten)
– Geriebenen Parmesan oder gemahlene Nüsse
– Salz und Pfeffer
Probiers selber und en Guete!

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