Do try this @ home: Kalt + heiss = lauwarm, oder?

26. Oktober 2019 | Christa Castel

Ihr erinnert euch bestimmt noch an den schönen Sommer und all die Stunden im See… Seid ihr aber dieses Jahr auch mal in den See gesprungen und habt ihr euch bemüht, möglichst ganz an der Oberfläche zu bleiben, weil da das Wasser am wärmsten ist? Unten bei den Füssen hingegen war es eisig kalt. Doch warum?

Um das herauszufinden, musst du nicht mehr in den kalten See springen. Du brauchst lediglich zwei gleiche Gläser und eine Postkarte. Gib in eines der Gläser einen Spritzer Lebensmittelfarbe. Fülle dann dieses Glas randvoll mit kaltem, das andere randvoll mit heissem Hahnenwasser.

Lege nun eine Postkarte oder einen Flyer aus festem Papier auf eines der Gläser. Halte die Postkarte an das Glas gedrückt, während du das Glas umdrehst und stelle die Gläser so übereinander, dass das kalte und heisse Wasser durch die Postkarte getrennt sind.

Achte darauf, dass die Gläser direkt übereinander liegen. Dann ziehe die Postkarte vorsichtig zwischen den Gläsern weg. Was passiert?

Führe das Experiment einmal mit dem kalten Wasser unten, ein anderes Mal mit dem kalten Wasser oben durch. Wie musst du vorgehen, um eine stabile farbige Wasserschicht in direktem Kontakt über einer farblosen Wasserschicht zu erhalten?

Das Mischverhalten der kalten und heissen Wasserschichten hängt mit ihrer Dichte zusammen. Dichteres Wasser (dasselbe Volumen, z.B. der Glasinhalt, ist dann schwerer) sinkt nach unten.

Mit diesem Experiment finden wir also heraus, dass kaltes Wasser dichter ist als warmes. Deshalb schwimmt das warme auch im See oben auf. Die Wasserteilchen sind bei Wärme nämlich viel beweglicher und brauchen mehr Platz. Das bedeutet, dass sie bei Wärme nicht so eng beieinander sind und das Wasser nicht so dicht ist. Das ist bei Luft übrigens genau gleich: Warme Luft steigt!

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