Inhalt - Sturm und „sonnige Zeiten“ im Technorama-Park
Sturm und „sonnige Zeiten“ im Technorama-Park
Mit der neuen Windmaschine spüren die Besucher die Kräfte eines Sturms am ganzen Körper und die Sonnenuhren zeigen auf ganz unterschiedliche Weise die Uhrzeit an.
Das Schweizer Mittelland ist eine ausgesprochene Schwachwindzone. Wer sich dennoch mal so richtig durchpusten lassen möchte oder eine wirklich kräftige Abkühlung im Sommer sucht, kann das nun im Park des Technorama tun. Die neue Windmaschine erzeugt auf Knopfdruck Windstärken von Beaufort 2 bis 9!
Dank der grossen Auslassöffnung wird nicht nur der ganze Körper vom Luftstrom angeblasen, es finden auch bis zu drei Personen gleichzeitig Platz.
Die Windmaschine wurde in Zusammenarbeit mit dem Ventilatorenhersteller Meidinger Witt entwickelt. Der Ventilator, der zuvor vor allem in Windkanälen für die Automobilbranche Verwendung fand, erhielt ein langes vertikales Ansaugrohr, um in sicherer Entfernung über dem Boden die Luft anzusaugen. Desweiteren wurde eine für den Industriebereich ungewöhnlich starke Schallisolierung realisiert, um die Lärmbelästigung im Park möglichst klein zu halten.
Nicht nur zur Abkühlung kann die neue Windmaschine genutzt werden, denn das Erlebnis der Windstärke von der leichten Brise bis zum Sturm lässt einen ganz anderen Bezug zu Luft, Wind, Kraft und Naturgewalten zu. Spüren Sie den Unterschied zwischen einer leichten und einer schwachen Brise? Können Sie feststellen, ob es ein stürmischer Wind oder gar schon ein Sturm ist?
Spüren Sie, welche Kräfte in der "bewegten Luft" stecken und erfahren Sie am eigenen Körper, was Windstärke 9 bedeutet!
„Sonnige (Uhr-)Zeiten“
Unendlich viel leiser, aber mindestens genauso beeindruckend sind die neuen Sonnenuhren: Auf verschiedenste Art und Weise kann hier die Uhrzeit abgelesen werden. Aber welche Zeit wird dort angezeigt? Und woher "weiss" das die Uhr? Oder die Sonne?
Ein ideale Gelegenheit, um über astronomische Zusammenhänge nachzudenken.
Zum Beispiel die “Digitale” Sonnenuhr ohne Elektronik: Sie wirft keinen Schatten, sondern projiziert die Zeit als Leuchtziffern. Sie besticht zwar nicht mit ihrer Handlichkeit (als Taschenuhr gänzlich ungeeignet), dafür aber umso mehr mit ihrer Ästhetik und Finesse. Durch die zur Erdachse parallele Spalte fällt das Sonnenlicht auf eine Zahlenmaske im Inneren des Zylinders und projiziert die Zeit auf einen Sockel.
Oder die Spinnen-Sonnenuhr: Swiss Timing einmal mit einer Schweizerfahne. Die Fahnenstange wirft ihren Schatten auf ein auf den ersten Blick verwirrendes Spinnennetz-Muster. Tatsächlich handelt es sich beim Spinnennetz um Datums- und Stundenlinien, mit deren Hilfe man beim gemeinsamen Schnittpunkt mit dem Schatten die Uhrzeit ablesen kann.
Die Sonnenuhren zeigen alle andere Zeiten an. Gehen sie falsch? Nein. Die Zeit auf unseren Uhren ist eine politische Zeit, vereinheitlicht für eine bestimmte Zeitzone und ergänzt um die Sommerzeitstunde. Einige der neuen Sonnenuhren berücksichtigen diese „Fehler“, andere nicht: Damit wir uns bewusst werden, dass es zur gleichen Zeit verschiedene Zeiten gibt und warum das so ist.
